Studie: Immer weniger Frauen im Vorstand börsennotierter Unternehmen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Frauenanteil in den Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Das zeigt die aktuelle Studie „Mixed Leadership-Barometer“ der Beratungsgesellschaft „Ernst & Young“, berichtet die „Welt“. Im ersten Halbjahr 2015 waren lediglich 36 der insgesamt 667 Vorstandsposten in den 160 Firmen der vier wichtigsten Börsensegmente – also DAX, MDAX, SDAX und TecDAX – mit Frauen besetzt.

Der Anteil weiblicher Vorstände lag damit bei 5,4 Prozent. Zum Vergleich: 2013 hatte er noch bei über sechs Prozent gelegen. „In den Vorstandsetagen hat sich unter dem Strich bislang wenig getan: Sie bleiben männliche Monokulturen“, sagte Studienautorin Ana-Cristina Grohnert. Laut Analyse sind derzeit vier von fünf Vorstandsgremien ausschließlich mit Männern besetzt. Lediglich 21 Prozent der untersuchten Unternehmen haben mindestens eine Frau in ihrer Führungsetage. Mehrere weibliche Vorstände finden sich sogar nur in zwei Prozent der Firmen. „Vor dem Hintergrund der seit vielen Jahren anhaltenden Diskussionen ist das ein enttäuschendes Ergebnis“, sagte Grohnert.

Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur