Stones-Sänger Richards schwärmt vom "Großvater-Ding"

Rolling Stones-Mitglied Keith Richards, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rolling Stones-Mitglied Keith Richards, über dts Nachrichtenagentur

London – Keith Richards, legendärer Gitarrist der Rolling Stones, geht in seiner Rolle als Großvater auf: Im Gespräch mit dem „Spiegel“ schwärmte er vom „Großvater-Ding“. Zudem offenbarte er sich als Familienmensch, der die Einkäufe erledigt, den Müll rausbringt und auf die Worte seiner Frau Patti hört, mit der er zwei Kinder hat: „Du hast recht, Mutter, dein Wille geschehe.“ Auf die Frage, ob es nicht schwierig sei, als ständig tourender Rockstar Kinder zu erziehen, antwortete Richards: „Es ist ein seltsames Leben. Aber nicht unbedingt schädlich für Kinder. Sie sehen viele verschiedene Orte, lernen neue Leute kennen, eine Menge Sprachen.“

Drogen habe er seinen Kindern allerdings verboten. Sein Vorbild sei sein eigener Großvater Gus, ein „Vollblutmusiker“, in dessen Wohnung das Ziel von Richards’ Sehnsüchten stand: eine Gitarre. Das erste Lied, das sein Großvater ihm beigebracht habe, sei „Malagueña“, ein Flamenco-Stück, gewesen. „Gus sagte: `Wenn du Malagueña spielen kannst, kannst du alles spielen.‘ Also übte ich wie verrückt, um das Stück hinzubekommen.“ Durch das Nachdenken über Gus, der auch der Protagonist seines Kinderbuchs „Gus & ich“ ist, habe der Musiker in die Großvater-Rolle gefunden. „Für viele Menschen bedeutet Familie nur Mum und Dad, und die erzählen ihren Kindern, was sie alles nicht tun dürfen“, so Richards. „Großeltern haben diese Probleme nicht. Sie können für die schönen Dinge des Lebens zuständig sein und Blödsinn machen.“ Über die Zukunft der Rolling Stones sagte Richards, sie hätten „noch genug Benzin im Tank“. Er fügte an: „Ob es sich gehört, in diesem Alter noch Rock ’n’ Roll zu spielen, keine Ahnung.“

Über dts Nachrichtenagentur

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