Steuerzahlerbund verteidigt Merkels WM-Reise in fast leerem Regierungs-Airbus

Regierungsjet A340-313X VIP
Foto: Regierungsjet A340-313X VIP „Theodor Heuss“ der Luftwaffe, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Bund der Steuerzahler hat den Flug von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem fast leeren Regierungs-Airbus zum Auftaktspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft nach Brasilien verteidigt. Verbandspräsident Reiner Holznagel bezeichnete den Flug als angemessen. „Zudem hat die Bundesregierung zusammen mit dem Bundestag eine akzeptable Regelung für die Besetzung der deutschen Delegation gefunden“, sagte Holznagel „Handelsblatt-Online“.

Zu bedenken sei überdies, dass auch „politische Punkte“ von allen Mitreisenden in Brasilien abgearbeitet worden seien. „Insofern handelte es sich aus meiner Sicht nicht um eine lustige Reise, sondern um ein Programm, das deutlich macht, dass die WM eben nicht nur ein sportliches, sondern auch ein politisches Weltereignis ist.“ Holznagel hält es auch für richtig, dass Merkel den größten Flieger der Luftwaffe für ihren WM-Abstecher genutzt hat. Die Wahl sei wohl auch deshalb auf den A340 gefallen, weil mit der Maschine keine Zwischenstopps notwendig waren. „Hier steht aber die Bundeswehr in der Pflicht, die die Flugbereitschaft unterhält, immer eine wirtschaftlich günstige Entscheidung für Route und Flugzeug zu finden.“ Merkel war mit einer kleinen Delegation nach Brasilien geflogen: Laut Medienberichten insgesamt 15 Personen – in einer Maschine, die 142 Passagieren Platz bietet. Eine Flugstunde mit dem Airbus A340 kostet nach Angaben des Steuerzahlerbunds etwa 12.000 Euro. Hin und zurück dauert ein Flug 25 Stunden.

Über dts Nachrichtenagentur

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