Stein­mei­er gegen un­ab­hän­gi­gen Kur­den­staat im Nord­irak

Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Au­ßen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter Stein­mei­er (SPD) lehnt einen selbst­stän­di­gen kur­di­schen Staat im Nor­den des Irak ab. „Ein un­ab­hän­gi­ger Staat der Kur­den würde die Re­gi­on wei­ter de­sta­bi­li­sie­ren und neue Span­nun­gen her­vor­ru­fen, mög­li­cher­wei­se auch mit Nach­bar­staa­ten des Irak“, sagte Steinmeier der „Bild am Sonntag“ in einem Interview. Er setze daher auf eine Sta­bi­li­sie­rung des Irak und hoffe, „dass es gelingt, dass die staat­li­che Ein­heit des Irak er­hal­ten bleibt“.

Stein­mei­er sagte wei­ter: „Die Bil­dung einer neuen Re­gie­rung in Bag­dad unter Füh­rung eines Mi­nis­ter­prä­si­den­ten al-Aba­di, in der sich alle Re­gio­nen und Re­li­gio­nen des Lan­des wie­der­fin­den und die sich wirk­sam gegen den An­griff von IS zur Wehr setzt, ist viel­leicht die letz­te Chan­ce für den Zu­sam­men­halt des ira­ki­schen Staa­tes.“

Über dts Nachrichtenagentur

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