Steinmeier: Ende der Notlage in Ebola-Staaten nicht in Sicht

Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Außeminister Frank-Walter Steinmeier sieht die Ausbreitung des Ebola-Virus in Westafrika mit Sorge: „Ein Ende der Notlage ist nicht in Sicht“, erklärte Steinmeier am Donnerstag in Berlin. „Wir müssen mit einer noch wachsenden Zahl von Infizierten rechnen.“ Die betroffenen Staaten, besonders Liberia, Sierra Leone und Guinea, seien überfordert.

„Wir dürfen die betroffenen Menschen in dieser Lage nicht alleine lassen“, so der Außenminister weiter. „Es ist deshalb unsere Verantwortung, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft umfassende Hilfe zu leisten.“ Am Freitag sollen daher alle weiteren Schritte der Bundesregierung im Kampf gegen Ebola abgestimmt werden. Das Auswärtige Amt werde weitere fünf Millionen Euro bereitstellen. Bisher hatte die Bundesregierung rund zwölf Millionen Euro für Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Seit März sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in den betroffen Staaten mehr als 2.600 Menschen an Ebola gestorben, insgesamt wurden mehr als 5.300 Fälle verzeichnet.

Über dts Nachrichtenagentur

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