Stegner hält Kipping-Aussage zur Gauck-Nachfolge nicht für gravierend

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hält die jüngste Absage der Linksparteivorsitzenden Katja Kipping an Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundespräsident nicht für gravierend. „Frau Kipping sagt viel, wenn der Tag lang ist“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitagsausgabe). „Doch die Erfahrung lehrt, dass es manchmal mehrere Wahlgänge gibt.“

Und da ergebe es für die Linke keinen Sinn, statt Steinmeier am Ende den Kandidaten der Union zu wählen. Stegner fuhr fort: „Wir nehmen die Äußerungen von Frau Kipping zur Kenntnis. Aber das hat keine besondere Bedeutung für das, was die SPD tut. Das ist eher ein in die Partei gerichtetes Signal nach dem Motto: Wir sind auch wer.“ Der Linken-Außenpolitiker Stefan Liebich widersprach Kipping: „Die Linksfraktion hat sich weder auf einen eigenen Kandidaten noch auf die Nichtwahl anderer verständigt“, sagte er der Zeitung.

Ralf Stegner, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ralf Stegner, über dts Nachrichtenagentur