Statistik: Weniger Grün­dun­gen größerer Betriebe im Jahr 2014

Wiesbaden – Im Jahr 2014 wurden rund 124.000 Betriebe neu gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, waren das 3,7 Prozent weniger als im Jahr 2013. Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen ging 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 Prozent auf knapp 211.000 zurück.

Diese Entwicklung wurde unter anderem dadurch verursacht, dass die Zahl der Gründer von Kleinunternehmen mit bulgarischer oder rumänischer Staatsangehörigkeit um 40 Prozent auf 28.000 sank. Der Grund für diesen Rückgang dürfte die seit 1. Januar 2014 geltende uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit für Staatsangehörige aus Bulgarien und Rumänien gewesen sein. Seitdem können Bürger dieser beiden EU-Mitgliedstaaten ohne Beschränkungen eine abhängige Beschäftigung in Deutschland aufnehmen. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben lag mit rund 251.000 etwas über dem Niveau des Vorjahres (+ 0,9 Prozent). Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen sank im Jahr 2014 auf rund 722.000, das waren 4,3 Prozent weniger als im Jahr 2013. Gewerbeanmeldungen müssen nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Betriebsübernahme, Umwandlung oder Zuzug. Im Jahr 2014 gaben rund 111.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung ihr Gewerbe auf. Das entsprach einem Rückgang von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Kleinunternehmen, die im Jahr 2014 abgemeldet wurden, lag mit rund 272.000 um 1,4 Prozent niedriger als im Jahr 2013. Rund 173.000 Nebenerwerbsbetriebe meldeten ihr Gewerbe ab, damit stieg die Zahl dieser Abmeldungen um 4,4 Prozent. Insgesamt sank die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern um 0,4 Prozent auf rund 693.000. Dabei handelte es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen oder Fortzüge.

Über dts Nachrichtenagentur