"Spiegel": Russische Spionin offenbar von Moskau freigekauft

Russische Rubel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Russische Rubel, über dts Nachrichtenagentur

Moskau – Die in der vorvergangenen Woche aus der Haft entlassene und ausgewiesene russische Spionin ist laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ offenbar von Moskau freigekauft worden. Um freizukommen, habe die Agentin, die im Sommer 2013 zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, ungefähr eine halbe Million Euro bezahlen müssen. Das hatte das Oberlandesgericht Stuttgart ihr und ihrem ebenfalls verurteilten Mann gesamtschuldnerisch auferlegt, berichtet der „Spiegel“ weiter.

Die Summe entspreche dem geschätzten Agentenlohn der beiden. Hinzu kämen Prozesskosten. In Sicherheitskreisen hieß es dem Nachrichtenmagazin zufolge, es sei „nicht anders vorstellbar“, als dass Moskau das Geld zur Verfügung gestellt habe. Dass die Agenten, die über 20 Jahre in der Bundesrepublik spioniert hatten, ihr Privatvermögen dafür eingesetzt haben, werde als unwahrscheinlich angesehen.

Über dts Nachrichtenagentur

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