"Spiegel": NSA-Suche verstieß bis zuletzt gegen deutsche Interessen

Anti-NSA-Aufkleber, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Anti-NSA-Aufkleber, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Seit August 2013 versuchte die NSA laut eines Berichts des „Spiegel“ in Bad Aibling mehr als 13.000 Suchbegriffe einzustreuen, die eindeutig gegen deutsche Interessen verstießen. Damals hatte ein Mitarbeiter mit Suchbegriffen wie „diplo“ und „.gov“ bereits etwa 12.000 sogenannte Selektoren entdeckt, mit denen die USA unter anderem französische Diplomaten überwacht hatten, schreibt der „Spiegel“ in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Insgesamt wuchs die sogenannte Ablehnungsdatei des BND damit auf knapp 40.000 Selektoren an.

Vorläufig beendet wurde die gemeinsame Internetüberwachung erst Anfang dieser Woche auf Initiative der NSA. Der BND hatte den amerikanischen Partner gebeten, seine Suchbegriffe nach Aufklärungszielen zu sortieren – die NSA lehnte das ab.

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