SPD-Politiker für Neuregelung bei Absicherung von Fußballspielen

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Im Zusammenhang mit der Sicherheitsdebatte rund um die abgesagte Pegida-Demonstration in Dresden fordert der SPD-Innenpolitiker und Polizeibeamte Uli Grötsch eine rasche Neuregelung bei der Absicherung von Fußballspielen. „Hier muss es Veränderungen geben, dann würde jede Menge Personal frei“, sagte Grötsch dem „Tagesspiegel“ (Mittwochsausgabe). Auch der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht hier dringenden Handlungsbedarf.

„Die Polizei kann nicht mehr alles leisten, und Fußball ist kein Grundrecht“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Bevor eine Demonstration abgesagt werde, müsse eher ein Fußballspiel abgesagt werden, fügte er hinzu. Wendt wies auch auf andere Mehrbelastungen im Zusammenhang mit möglichen islamistischen Attentaten hin. So müssten seit den Anschlägen in Paris bundesweit Medienhäuser geschützt werden, außerdem sei die Präsenz an Bahnhöfen und Flughäfen verstärkt worden. „Es raucht an allen Ecken und Enden“, sagte er. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Inneres der Unionsfraktion, Stephan Mayer, hält diese Forderungen für „nachvollziehbar“.

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