SPD-Politiker: Debatte über drittes Griechenland-Paket nicht ausschließen

Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider hat die Union aufgefordert, sich einer Diskussion über ein drittes Hilfspaket für Griechenland nicht zu verschließen. „Einige in der CDU und CSU haben sich in der Lebenslüge eingerichtet, dass es kein neues Hilfspaket geben wird“, sagte Schneider dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). Zugleich sprach sich der SPD-Bundestagsabgeordnete dagegen aus, Athen bei den laufenden Reformverhandlungen mit den Geldgebern einen „Blankoscheck“ auszustellen.

Zuvor hatte Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) eine Debatte über ein drittes Hilfspaket zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen. Nach Angaben aus EU-Kreisen spitzt sich angesichts der schleppenden Gespräche zwischen den Geldgebern und der Regierung in Athen die finanzielle Lage Griechenlands immer weiter zu. Seit mehr als einer Woche werde in Athen an einem Angebot für die Gespräche mit den Gläubigern gearbeitet, allerdings seien konkrete Vorschläge auch wegen interner Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierung von Alexis Tsipras bislang ausgeblieben, hieß es. „Wenn in zwei Wochen das abschließende Papier nicht erstellt ist, dann geht den Griechen das Geld bald aus“, hieß es nach einem Bericht des „Tagesspiegel“ in den Kreisen weiter.

Über dts Nachrichtenagentur