SPD-Generalsekretärin kritisiert Altkanzler Schröder in Ukraine-Krise

Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat Altkanzler Gerhard Schröder im Ukraine-Konflikt kritisiert. Fahimi sagte der „Welt“, Schröders Aussage, wonach in der EU-Assoziierungspolitik der „grundlegende Fehler“ für die krisenhafte Zuspitzung liege, seien „unvollständig“. Fahimi erklärte: „Kritisch zu hinterfragen, ob die EU in ihrer Assoziierungspolitik ausreichend den Dialog auch mit Russland gesucht hat, ist sicher legitim.“

Das ändere aber nichts daran, dass „Moskau mit der Besetzung der Krim das Völkerrecht klar gebrochen hat. Das ist nicht zu entschuldigen“, sagte Fahimi. Verständnis zeigte sie für Schröders Umarmung mit Putin: „Wer Gerd Schröder kennt, der weiß, dass er das Treffen mit Putin genutzt hat, um über die Befreiung der OSZE-Beobachter zu sprechen“, sagte Fahimi. Schröder habe den Verhandlungskurs von Außenminister Frank-Walter Steinmeier nicht geschadet.

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