SPD-Frauen bemängeln Sondierungsergebnisse zur Gleichstellung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende der Frauen in der SPD, Elke Ferner, hält die Sondierungsergebnisse zur Gleichstellung von Frauen und Männern für ungenügend. „Die Sondierungsergebnisse können nicht das letzte Wort sein. Wenn es zu Koalitionsverhandlungen kommt, müssen weitere Schritte vereinbart werden“, sagte Ferner dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe).

„Den Meilensteinen der letzten Wahlperiode müssen weitere folgen.“ Ferner sieht etwa Verbesserungsbedarf bei der Frauenquote von 30 Prozent, die bisher nur für Aufsichtsräte gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Zahl der Unternehmen mit fester Quote müsse erhöht werden, „wenn möglich auch in Vorständen“, sagte die SPD-Politikerin. Außerdem deutete sie eine weitere Stärkung der Rechte der Frauen bei „festgestellter Lohndiskriminierung“ an. Ferner warf der Union eine Blockadehaltung in gleichstellungspolitischen Fragen vor. „Schon im Wahlprogramm der Union hat der Bereich Gleichstellung nur eine marginale Rolle gespielt“, sagte die Bundestagsabgeordnete. Hier seien auch die Unterschiede zwischen SPD und Union sehr groß. „Wir wollen die tatsächliche Gleichstellung möglichst schnell erreichen“, sagte Ferner. „Die Union sitzt im Bremserhäuschen.“

Elke Ferner, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Elke Ferner, über dts Nachrichtenagentur