SPD empört über Lob von AfD-Chef Lucke für innere Sicherheit der DDR

Bernd Lucke, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bernd Lucke, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die SPD hat empört auf das Lob von AfD-Chef Bernd Lucke für die innere Sicherheit in der DDR reagiert. „Jetzt wünscht sich Lucke nicht nur die D-Mark, sondern auch noch die Stasi zurück“, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi der „Bild am Sonntag“. Lucke hatte im brandenburgischen Landtagswahlkampf zum Anstieg der Kriminalität erklärt: „Da versteht man doch, wenn Leute sagen: Wir wollen mit der alten DDR nichts zu tun haben, aber die innere Sicherheit war damals besser in der DDR als das in Westdeutschland der Fall war.“

SPD-Generalsekretärin Fahimi betonte, dass die DDR ein Staat gewesen sei, „der Hunderttausende verfolgte und ins Gefängnis steckte, weil sie sich für Freiheit und Demokratie einsetzten“. Hinter der „spießbürgerlichen Fassade“ der AfD braue sich „eine üble braune Suppe zusammen“. Die positive Äußerung Luckes zur DDR ist kein Einzelfall. Bereits im sächsischen Wahlkampf hatte der AfD-Vorsitzende behauptet, es sei nachvollziehbar, dass Menschen in Sachsen aufgrund der gestiegenen Kriminalität das Gefühl hätten, „dass früher auch nicht alles schlechter war“.

Über dts Nachrichtenagentur

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