Spahn sieht kein grundsätzliches Problem in der Rentenversicherung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) sieht kein grundsätzliches Problem in der gesetzlichen Rentenversicherung: „Im Gegenteil. Wir hatten ja in diesem Jahr die höchste Rentensteigerung seit 23 Jahren. Ich wunder mich etwas, dass alle jetzt gerade etwas in Rentenpanik sind“, sagte Spahn im „Deutschlandfunk“.

Es gebe in der gesetzlichen Rentenversicherung einen Änderungsbedarf bei Erwerbsgeminderten, bei Solo-Selbstständigen und bei langjährigen Geringverdienern. CDU und CSU würden sich am Freitag in Berlin auf eine gemeinsame Linie in der Rentenpolitik einigen wollen, so Spahn weiter. Den Fokus der aktuellen Debatte auf die Altersarmut verstehe der CDU-Politiker nicht: „Es ist nicht Altersarmut das größte Problem im Moment in Deutschland, sondern Kinderarmut.“ Während drei Prozent von den über 65-Jährigen auf staatliche Hilfe angewiesen seien, seien es „bei den Kindern und ihren Familien 16 Prozent“. Der Fokus der aktuellen Debatte gehe „am eigentlichen Problem vorbei“.

Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Jens Spahn, über dts Nachrichtenagentur