Sinningen – Ultraleichtflugzeug stürzt in den Badesee

Lkrs. Biberach/Sinningen | 03.09.2011 | 11-907

11-907-16

Nachtrag

Ein 27-jähriger Mann aus dem Kreis Günzburg, der sich gestern auch im Cockpit des abgestürzten Ultraleichtflugzeuges befand, ist in den Abendstunden des 03.09.2011 im Bundeswehrkrankenhaus Ulm seinen schweren Verletzungen erlegen.

Bei einem Flugzeugabsturz in Kirchberg-Sinningen im Landkreis Biberach sind am Samstagmittag, 03.09.2011, zwei Männer lebensgefährlich verletzt worden. Sie stürzten aus noch unbekannter Ursache kurz nach 12 Uhr mit einem Ultraleichtflugzeug in den Badesee bei Sinningen. Zufällig anwesende Taucher retteten  die Insassen und nach der erforderlichen Erstversorgung wurden diese mit zwei Rettungshubschraubern in umliegende Kliniken gebracht. Am und im See anwesende Badegäste kamen mit dem Schrecken davon.

 

Das Flugzeug war nach ersten Erkenntnissen mit einem Piloten (27) und einem Passagier (23) kurz vor 12 Uhr vom Sportflugplatz in Tannheim gestartet. Flugziel soll Landshut gewesen sein. Bereits nach wenigen Flugkilometern stürzte die Maschine Augenzeugenberichten kurz nach 12 Uhr in den Badesee auf Gemarkung Kirchberg-Sinningen. Die Absturzstelle war etwa 50 m vom Ufer entfernt; die Maschine hing mit der Front im Wasser, nur die Heckpartie war noch zu erkennen.  Der dortige Badebetrieb wurde sofort eingestellt. An der Bergung der Opfer und dem weiteren Rettungseinsatz waren Großaufgebote an Feuerwehr,  darunter Experten mit Wasserrettungsausrüstung, Rettungsdienst und  Wasserwacht mit Tauchern im Einsatz. Die Polizei war mit Einsatzkräften aus Ochsenhausen und Biberach vor Ort; weitere Unterstützung kam von einem Polizeihubschrauber aus Stuttgart.

Als glücklicher Zufall erwies sich die Anwesenheit von Tauchern am See. Diese übernahmen die sofortige Rettung der beiden Flugzeuginsassen. Anschließend wurden die  Schwerstverletzten von Notärzten reanimiert und zur Weiterbehandlung in Kliniken geflogen. Die Identität der beiden Männer stand zunächst nicht zweifelsfrei fest; entsprechende Ermittlungen sind im Gang.

Die abgestürzte Maschine konnte kurz nach 15 Uhr geborgen werden. Sie wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft sichergestellt. Die Unglücksursache ist derzeit noch unbekannt. Neben Experten der Kriminalpolizei wurden auch Sachverständige der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in die weiteren Untersuchungen einbezogen.

Der Badesee wurde von der zuständigen Ortspolizeibehörde bis auf Weiteres gesperrt. Zur Beurteilung einer möglichen Wasserbeeinträchtigung wurden Experten des Landratsamtes angefordert.

Im Einsatz waren der Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, die Freiwilligen Feuerwehren Erolzheim (20), Kirchberg und Sinningen (20), Riedlingen (14), die Wasserwacht Neu-Ulm, Senden, Illertissen und die DLRG Federsee. Im Einsatz waren 21 Taucher.

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