Sinningen – Flugzeugabsturz geht auf Pilotenfehler zurück

Lkrs. Biberach/Kirchberg-Sinningen | 15.09.2011 | 11-981

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Der Absturz eines Ultraleichtflugzeuges am 03.09.2011 in Kirchberg-Sinningen im Landkreis Biberach geht allen bisherigen Ermittlungen zufolge auf menschliches Versagen zurück. Wie berichtet, war das mit zwei Männern besetzte Flugzeug in einen gut besuchten Badesee gestürzt und untergegangen. Die Insassen konnten von Tauchern gerettet werden. Der 27-Jährige Insasse starb noch am Absturzabend in einer Klinik. Der 23-jährige Pilot schwebt weiterhin in Lebensgefahr.  Badegäste waren weder gefährdet noch geschädigt worden. An der Maschine war Totalschaden in Höhe von rund 70.000 Euro entstanden.

Hauptbericht vom 03.09.2011

 

Die Kriminalpolizei Biberach, die Staatsanwaltschaft Ravensburg und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben in den vergangenen Tagen umfangreiche Untersuchungen zur Absturzursache angestellt. Bei der Begutachtung des Flugzeugwracks konnten bislang keine technischen Mängel festgestellt werden. Durch die Befragung von Zeugen und weitere Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Pilot die für Überlandflüge vorgeschriebene Mindestflughöhe von 600 Metern nicht eingehalten hatte. Außerdem war die Maschine beträchtlich überladen, was aus dem Gewicht der beiden Insassen sowie dem  getankten Treibstoff resultierte. Die zu geringe Flughöhe, gepaart mit der Überladung und einem Flugmanöver kurz vor dem Absturz dürften letztlich zu dem tragischen Unglück geführt haben. Gegen den Piloten wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und eines Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetzt sowie die Luftfahrtverordnung eingeleitet.
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