Seehofer beklagt sein Bild in der Öffentlichkeit

Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CDU) hat sein Bild in der Öffentlichkeit beklagt. „Immer heißt es: Der Seehofer ist hart, der ist kühl, der behandelt seine Freunde nicht freundlich genug“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Aber das ist alles nicht die reale Welt.“

Er sei „viel weichherziger, als manche meinen“, fügte er hinzu. „Viel, viel weichherziger, wenn es um menschliche Probleme und Schicksale, wenn es um Rat und Unterstützung geht.“ Aber wenn es um Verantwortung für den Freistaat Bayern gehe, „bin ich in der Tat anspruchsvoll“. Politiker hätten ein Privileg, das sie durch erstklassige Leistung rechtfertigen müssten. Seehofer wies Kritik an seiner Amtsführung zurück. „Wenn Sie von vier Wahlen drei überragend gewinnen und bei der Europawahl eines der drei besten Ergebnisse in Europa erzielen, besteht zu einer Negativdiskussion kein Anlass“, sagte er. „Das ist insgesamt eine glänzende Bilanz, wie sie die CSU schon lange nicht mehr hatte.“ Im Übrigen wüssten alle, dass „eine Wiederholung des Jahres 2007 das Ende der CSU als Volkspartei wäre“, sagte er. „Ein zweites Trauma wird sich diese Partei nicht zumuten.“

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige