Schwesig will mehr Geld für Kampf gegen Radikalisierung und Terrorismus

Manuela Schwesig spricht vor Journalisten, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Manuela Schwesig spricht vor Journalisten, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) drängt angesichts des Zulaufs junger Leute zur islamistischen Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) auf eine Aufstockung des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gegen Rechtsradikalismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit. „Angesichts der vielen Probleme, die in den letzten Jahren sichtbar zugenommen haben in den Bereichen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamismus, Radikalisierung werbe ich im Parlament für eine Aufstockung des Bundesprogramms“, sagte Schwesig der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Wir können nicht zulassen, dass junge Leute, die in Deutschland aufgewachsen sind, in ein anderes Land gehen, um sich dem Terrorismus anzuschließen. Da müssen wir auch präventiv arbeiten.“

Das Programm „Demokratie leben“ startet Anfang 2015. Es ist mit 30,5 Millionen Euro ausgestattet. Davon sind drei Millionen Euro für Projekte gegen Radikalisierungstendenzen vorgesehen. Aktuell läuft gerade die sogenannte Interessenbekundungsphase, in der Gelder beantragt werden können.

Über dts Nachrichtenagentur

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