Schweinsteiger: "Geld und Ruhm können mich nicht antreiben"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor knapp einem halben Jahr wechselte Bastian Schweinsteiger, Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, vom FC Bayern München zu Manchester United. Auch wenn es sportlich für ihn und seinen Klub derzeit nicht sonderlich gut läuft, ist der 31-Jährige mit all seinen Entscheidungen im Reinen: „Ich genieße das Fußballerdasein in Manchester sehr“, so Schweinsteiger zur „Welt am Sonntag“. Die jüngste Kritik an ihm und seinem Spielstil berühre ihn nicht: „Ich spiele auf dem Niveau, auf dem ich auch bei der WM 2014 war. Altherrenfußball, das ist ja so ein Ausdruck, der mir damals schon von manch einem vorgehalten wurde. Nach dem Finale verstummten dann die Stimmen.“

Vor allem die englische Fankultur und Tradition haben es Schweinsteiger in seiner neuen Heimat angetan. „Die Spiele im Old Trafford sind unfassbar“, sagte er. Ihm gefalle es aber ebenso, dass er in Manchester sehr viel Normalität habe. „Die Leute sind sehr respektvoll. Sie wissen, wo die Grenzen sind.“ Für ihn sei Manchester äußerst lebenswert. „Ein Traum wäre es“, sagte Schweinsteiger, mit United in dieser Saison Meister zu werden. Gar „die Vollendung“ sei ein möglicher EM-Triumph mit Deutschland im kommenden Sommer. Ob er danach seine Nationalmannschaftskarriere fortsetzt, lässt er offen. „Ich habe mich mit solchen Gedanken noch nicht ein einziges Mal beschäftigt.“ Geld und Ruhm allerdings könnten ihn nicht antreiben. Ihn störe, dass in der Öffentlichkeit der EM-Titel ganz selbstverständlich erwartet werde. „Meiner Meinung nach geht das alles ein bisschen zu weit und ist auch unpassend“, so Schweinsteiger.

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
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