Schwangau – Kripo Kempten klärt Raubdelikt – es fand nie statt

Lkrs. Ostallgäu/Schwangau + 20.03.2014 + 14-0408

kriminalpolizei-rücken poeppel new-facts-euDer Raubüberfall im August 2013 ist geklärt. Die Ermittler stellten fest, dass er vorgetäuscht war und demnach nie stattgefunden hat.

Das damals 24-jährige vermeintliche Opfer gab damals gegenüber der Füssener Polizei an, das sich ihm ein mit Messer bewaffneter Mann Bereich des Lechstegs in Schwangau, Lkrs. Ostallgäu, in den Weg gestellt und Geld gefordert hätte. Nach einem Gerangel, bei dem das vermeintliche Opfer Schnittverletzungen erlitt, flüchtete der Unbekannte mit mehreren hundert Euro Bargeld. Noch während seiner Behandlung im Krankenhaus leitete die Füssener Polizei eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen und Hundeführern nach dem beschriebenen Tatverdächtigen ein. Das vermeintliche Opfer bestätigte seine Angaben auch vor der Kripo Kempten, die kurz darauf nämlich die Ermittlungen übernommen hatte.


Die nun folgenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen führten dazu, dass nicht ein vermeintlicher Täter des Raubes überführt, sondern vielmehr der damals 24-jährige Füssener angezeigt wird.

Er hatte am Abend zuvor mit drei jugendlichen Bekannten kräftig gezecht und dazu auch noch Drogen konsumiert, die offenbar auch das Schmerzempfinden beeinträchtigten. Die Feier dauerte nämlich bis in die frühen Morgenstunden und führte dazu, dass sich der Füssener nicht mehr im Stande sah in die Arbeit zu gehen. So bat er einen der Mitfeiernden darum, ihm mit einem Messer Schnittverletzungen am Arm zuzufügen, die dann zur Erlangung einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dienen sollte.
Als der junge Mann später vom Krankenhaus aus die Polizei informierte und absichtlich falsche Angaben machte, begannen die Ermittlungen, die sich seit geraumer Zeit gegen das vermeintliche Opfer selbst richteten. Er räumte die folgenschwere Lüge zwischenzeitlich ein.

 

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