Schottisches Referendum: Cameron kündigt Verfassungsreform an

David Cameron, über dts Nachrichtenagentur
Foto: David Cameron, über dts Nachrichtenagentur

London/ Edinburgh – Schottland bleibt Teil des Vereinigten Königreiches. Der britische Premierminister David Cameron gratulierte am frühen Freitagmorgen den Unabhängigkeitsgegnern und kündigte zugleich eine umfangreiche Verfassungsreform für Großbritannien an, mit der unter anderem die Machtbefugnisse des schottischen Parlaments in Edinburgh gestärkt werden sollen. Bei dem Referendum über die mögliche Unabhängigkeit der Schotten von Großbritannien hat sich eine Mehrheit gegen die Abspaltung ausgesprochen.

Dem Endergebnis zufolge votierten 44,7 Prozent der Stimmberechtigten für die Unabhängigkeit; 55,3 Prozent sagten „No“. Mit Blick auf das Ergebnis erklärte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Freitag: „Das Wahlergebnis spricht eine eindeutige Sprache: Die Menschen wollen ein starkes Schottland in einem starken Großbritannien. Ich glaube, dass das eine gute Entscheidung für Schottland, Großbritannien und auch für Europa ist.“ Alex Salmond, Regierungschef Schottlands und Anführer der Unabhängigkeitskampagne, räumte seine Niederlage ein. Die Mehrheit habe sich entschieden gegenwärtig kein unabhängiges Land zu werden. Er akzeptiere die Niederlage, sagte er vor Anhängern in Edinburgh.

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