Schlier – Mann in gefrorenen Weiher eingebrochen – Groß angelegte Suchaktion

Lkrs. Ravensburg/Schlier + 22.12.2012 + 12-2986

elw weissenhorn new-facts-euMit einer groß angelegten Suchaktion haben in den frühen Samstag Morgenstunden, 22.12.2012, Rettungskräfte, DRK, Feuerwehr und Polizei mehrere Weiher im Bereich Ober- und Unterankenreute abgesucht, nachdem dort angeblich drei Teilnehmer einer Weihnachtsfeier ins Eis eingebrochen und vermisst waren.

Kurz nach 4 Uhr machte ein 18-jähriger Heranwachsender in der Wolfegger Straße in Unterankenreute durch Hilfeschreie auf sich aufmerksam. Ein Anwohner kümmerte sich um den völlig durchnässten Mann und verständigte über Notruf die Polizei. Der Verunglückte gab an, dass er gemeinsam mit drei Begleitern in einen mit Eis bedeckten Weiher eingebrochen sei und diese sich dort nicht selbst befreien könnten.

Die eintreffenden Kräfte von Feuerwehr und Polizei machten sich daraufhin sofort auf die Suche an dem nahegelegenen Reißleweiher. Hier wurde in Ufernähe eine frische Einbruchstelle im Eis festgestellt. Von weiteren Personen fehlte allerdings jede Spur.

„Meldungen über ins Eis eingebrochene Personen müssen wir sehr ernst nehmen“, sagte Polizeirat Stefan Besenfelder, der den Einsatz leitete. „Bei den aktuellen winterlichen Temperaturen besteht für verunglückte Personen absolute Lebensgefahr, wenn sie nicht schnelle Hilfe bekommen.“

Durch die eingeleiteten Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 18-Jährige am Samstag Abend an einer Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers teilgenommen hatte. Einige Arbeitskollegen setzten anschließend die Feier in privater Runde fort. Erheblich alkoholisiert verließ der Heranwachsende diese Party im weiteren Verlauf vermutlich ohne Begleitung und machte sich alleine auf den Heimweg. Dieser führte ihn über den kleinen Weiher, dessen dünne Eisschicht unter ihm nachgab.

Durch die Polizeibeamten wurden die namentlich bekannten Personen, die den 18-Jährigen nach seinen Angaben begleitet haben sollen, jeweils persönlich aufgesucht. Sie waren alle wohlbehalten zu Hause und hatten von dem Vorfall nichts mitbekommen. Die intensive Absuche der umliegenden Weiher und Seen durch die Einsatzkräfte ergab ebenfalls keine Hinweise, dass weitere Personen mit dem jungen Mann unterwegs waren und in den Gewässern verunglückten. Der Einsatz wurde deshalb in den frühen Morgenstunden abgebrochen.

An der Absuche waren etwa 40 Kräfte der Feuerwehren aus Schlier und Weingarten sowie rund 20 Polizeibeamte beteiligt. Darüber hinaus wurden ein Polizeihubschrauber und fünf Suchhunde der Rettungshundestaffel angefordert. Die DLRG aus Wangen und Ravensburg suchte den Reißleweiher bei Oberankenreute mit sechs Tauchern und vier Unterstützungskräften ab. Außerdem waren das DRK mit zwei Rettungswagenbesatzungen, die Schnelleinsatzgruppe und der Kreisbereitschaftsleiter mit insgesamt rund 25 Kräften sowie ein Notarzt im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren Kreisbrandmeister Oliver Surbeck und der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Fuchs.

 

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