Schily: Das Duzen in der SPD ist immer noch "gewöhnungsbedürftig"

SPD-Logo im Willy-Brandt-Haus, über dts Nachrichtenagentur
Foto: SPD-Logo im Willy-Brandt-Haus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily hält Distanz für „eine Stilfrage“: Auch für ihn als langjährigen Sozialdemokraten sei daher das Duzen in der SPD noch immer „gewöhnungsbedürftig“, erklärt er in einem Gespräch mit dem „Zeit Magazin“. Prägend sei für ihn bis heute die musische Bildung durch sein Elternhaus gewesen. „Ich kann auf vieles verzichten, aber nicht auf einen Steinway in meiner Wohnung“, so der 82-Jährige.

„Also gibt es einen Steinway in Berlin und einen in der Toskana.“ Darüber hinaus habe er sich zeitlebens mit den Lehren von Rudolf Steiner beschäftigt. „Ich war selbst kein Waldorfschüler“, so Schily, doch „aus der Anthroposophie sind viele positive Dinge hervorgegangen, vor allem in der Medizin, in der Landwirtschaft und in der Pädagogik.“

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