Scheidegg – Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses – diesemal gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus

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Foto: Rädler

UPDATE 11.10.2017

Am Mittwoch, 11.10.2017, verschafften sich die Brandermittler der Kriminalpolizei Lindau mit zwei Gutachtern des Bayerischen Landeskriminalamtes vor Ort ein Bild des Brandortes. Die Ermittlungen ergaben, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt an einem Gefrierschrank für den Brandausbruch ursächlich war. Eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandlegung kann nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse ausgeschlossen werden.


 

Am Montagabend, 09.10.2017, gegen 23.00 Uhr, wurden die Feuerwehren Scheidegg und Lindenberg zu einem Kellerbrand von der Integrierten Leitstelle Allgäu alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war bereits ein Großteil des Mehrfamilienhauses verraucht. Unter Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in das Gebäude vor, prüften, ob noch Bewohner in den Wohnungen sind und konnten den Brandherd im Keller lokalisieren und ablöschen. Mit Hife von Hochdrucklüftern wurde der Brandrauch aus dem Gebäude gepresst. Die Bewohner wurden vom Rettungsdienst und Nachbarn betreut. Nach Erkenntnissen des Kameramanns vor Ort brannte es in diesem Haus nun bereits zum 3. Mal.

Der Kriminaldauerdienst Memmingen hat noch in der Brandnacht die ersten Ermittlungen übernommen. Am morgigen Mittwoch wird ein Brandsachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes mit den Brandermittlern der Kriminalpolizei Lindau weitere Untersuchungen vor Ort vornehmen. Derzeit ist die Brandursache ungeklärt.

Bereits in den Jahren 2009 und 2015 ermittelte die Polizeiinspektion Lindenberg wegen des Verdachtes der fahrlässigen Brandstiftung gegen einen Bewohner des Hauses. Wegen unsachgemäß gelagerten Elektrogeräten kam es damals zu einer Brandentwicklung in einer Garage bzw. in einem Kellerabteil.

 

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