Schäuble: Keine neuen Vorschläge aus Athen

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht bisher keine Entscheidungsgrundlage für einen Durchbruch in den Verhandlungen mit der griechischen Regierung. „Wir haben bisher keine substanziellen Vorschläge bekommen“, sagte Schäuble zum Auftakt des Treffens der Finanzminister der Eurozone in Brüssel. „Der Stand ist für mich derselbe wie am Donnerstag.“

Deshalb könnten die Euro-Finanzminister für den am Montagabend stattfindenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU „keine angemessene Vorbereitung liefern“. Mit Blick auf Äußerungen des Kabinettschefs von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, wonach Vorschläge aus Athen vom Wochenende eine gute Basis für den Euro-Gipfel seien, erklärte der Finanzminister: „Es müssen nicht über das Wochenende von irgendwelchen nicht-autorisierten Persönlichkeiten irgendwelche Erwartungen geschürt werden, sondern es muss eine seriöse Prüfung sein.“ Am Montagmittag kamen zunächst die Euro-Finanzminister zusammen, ehe am Abend die europäischen Staats- und Regierungschefs über die Lage Athens beraten wollen. Sollte in den kommenden Tagen keine Einigung erzielt werden, droht Griechenland die Staatspleite.

Wolfgang Schäuble, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wolfgang Schäuble, über dts Nachrichtenagentur