Schäffler für Umbenennung der Friedrich-Naumann-Stiftung

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Berlin – Angesichts der Krise seiner Partei hat sich der eurokritische FDP-Politiker Frank Schäffler für eine Schärfung des liberalen Profils ausgesprochen und dafür als ersten Schritt die Umbenennung der Friedrich-Naumann-Stiftung vorgeschlagen. Die „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ solle auf den Namen Friedrich Naumanns verzichten und sich lediglich „Stiftung für die Freiheit“ nennen. „Naumann war mindestens Sozialist und Militarist, aber mit Sicherheit kein Liberaler“, sagte Schäffler „Handelsblatt-Online“.

Er empfahl seiner Partei die Denktradition der Linksliberalen um Eugen Richter und Hermann Schulze-Delitsch aufzugreifen, „um daraus eine unverwechselbare Agenda zu entwickeln, die sie von Konservativen und Linken gleichermaßen unterscheidet“. „Gerade Schulze-Delitsch hat mit der Gründung der Genossenschaftsbewegung gezeigt, wo der methodische Weg für die FDP hingehen muss: zu einer Graswurzelbewegung aus praktizierter Selbsthilfe statt einem immer mehr umverteilenden Wohlfahrtsstaat“, sagte Schäffler. „Den wollen bereits alle anderen Parteien in diesem Land.“

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