Sänger David Byrne wäre gerne Wissenschaftler geworden

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Sänger und Kopf der Band Talking Heads, David Byrne, hat sich als junger Mann nur ganz knapp für die Musikerlaufbahn entschieden: „Als ich jung war, habe ich mich vor allem für Wissenschaft und Technik interessiert“, sagte Byrne dem „Zeitmagazin“. Die Wissenschaft habe ihn damals „mindestens so stark“ angezogen wie die Kunst: „Ich hätte auch eine Münze werfen können“ sagte der Musiker. „Ich glaube, ich wäre mit beiden Resultaten zufrieden gewesen.“

Seine Entscheidung für die Kunst begründete Byrne so: „Mir gefielen einfach die Graffiti an der Kunsthochschule besser. Die kreative Energie war spürbar und eben auch an den Wänden zu sehen.“ Byrne fühlt sich in den USA immer noch wie ein „Immigrant“. Er ist in Schottland geboren, lebt seit seiner Kindheit in den USA und ist seit zwei Jahren US-Staatsbürger, doch auch „wenn man einen großen Teil seines Lebens in den USA verbracht“ habe, bleibe „einem die Perspektive des Gastes erhalten“, so Byrne. „Manches in den USA war für mich als Kind gewöhnungsbedürftig.“ Dass er einen US-Pass beantragt hat, begründete er mit dem Wunsch, sich in den USA mehr einzubringen. Kurz vor Barack Obamas Wiederwahl 2012 habe er gespürt, „dass uns entscheidende Zeiten bevorstehen. Und man muss wählen gehen“. Auf die Frage, ob er den Drang, wählen zu gehen in den Jahrzehnten zuvor nicht verspürt habe, antwortete Byrne: „Tja. Davor habe ich vermutlich illegal gewählt“, und zwar „sehr oft“. Das habe in den USA „kein Mensch“ kontrolliert.

Bücher in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bücher in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur