Sachsen-FDP verzichtet in Wahlkampf auf Unterstützung der Bundespartei

Kreuz auf Stimmzettel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kreuz auf Stimmzettel, über dts Nachrichtenagentur

Dresden – Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow setzt auch in der Endphase des Landtagswahlkampfs auf einer starke Abgrenzung zur Bundespartei. Gemeinsame Auftritte mit Parteichef Christian Lindner oder anderen prominenten Vertretern sind nicht geplant. „Auch wenn wir an der Bundesspitze profilierte Köpfe haben – Christian Lindner oder Wolfgang Kubicki stehen in Sachsen nicht zur Wahl. Wir wollen mit unserer sächsischen Leistungsbilanz, unserem sächsischen Programm und unseren sächsischen Kandidaten punkten“, sagte Zastrow „Handelsblatt-Online“.

Berlin habe dafür „vollstes Verständnis“, fügte Zastrow hinzu. Auch Lindner und Kubicki hätten ja mit einem eigenständigen Kurs ihre jüngsten Landtagswahlen gewonnen. Die Landtagswahl findet in Sachsen am 31. August statt. Am Montag starten die Liberalen in die sogenannte heiße Wahlkampfphase. Fünf Wochen lang will Zastrow auf Sommertour mit über 70 Stationen in Sachsen gehen. Nach Parteiangaben sind das so viele Termine wie noch nie bei einem Wahlkampf. Grund ist auch, dass die FDP in Sachsen ihre letzte Regierungsbastion auf Landesebene hat. Allerdings müssen die Liberalen um den Wiedereinzug in den Landtag bangen: In einer Anfang Juli veröffentlichten Umfrage von Infratest im Auftrag des MDR kommt die Partei nur auf vier Prozent. Die CDU müsste sich bei einem solchen Wahlergebnis einen neuen Koalitionspartner suchen.

Über dts Nachrichtenagentur

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