Russischer Ex-Ministerpräsident hält westliche Sanktionen für richtig

Turm des Kreml in Moskau mit dem Moskauer Bankenviertel im Hintergrund, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Turm des Kreml in Moskau mit dem Moskauer Bankenviertel im Hintergrund, über dts Nachrichtenagentur

Moskau – Der frühere russische Ministerpräsident Michail Kasjanow erwartet den Kollaps der russischen Wirtschaft in einem Jahr. „Wenn die Sanktionen in Kraft bleiben und der Ölpreis weiter sinkt, werden Russlands Finanzreserven in einem halben Jahr zu Ende sein“, sagte Kasjanow in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Putin werde gezwungen sein, Geld zu drucken, die Inflation könnte zu sozialen Unruhen führen.

„Denkbar sind dann einschneidende Veränderungen innerhalb des Machtzirkels“, so der Kreml-Insider weiter. Kasjanow, der inzwischen der Opposition angehört, hält die Sanktionen gegen Russland für richtig und glaubt, dass sie das Putin-Regime zwingen könnten, sich von der Krim zurückzuziehen. Er fordert den Westen auf, die Sanktionspraxis keinesfalls zu lockern. „Das kommt bei Putin als Zeichen der Schwäche an“, betonte er.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige