Roggenburg – Kommandanten-Versammlung der Kreisbrandinspektion Neu-Ulm

Lkrs. Neu-Ulm/Roggenburg + 16.04.2014 + 14-0564

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„Die Freiwilligen Feuerwehren sind für mich unentbehrliche Stützen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens; wenn sie wegbrechen würden, dann würde unser Gemeinwesen zusammenstürzen. Wir – alle Bürgerinnen und Bürger und nicht nur die Politiker und die Verantwortlichen der Feuerwehren – müssen deshalb alles tun, um das zu verhindern.“ Mit diesem eindringlichen Appell verabschiedete sich Landrat Erich Josef Geßner bei der Kommandanten-Dienstversammlung des Landkreises Neu-Ulm von „seinen“ Feuerwehren, denen er 18 Jahre lang oberster Dienstherr war. Den Dank für Geßners qualifizierte Wahrnehmung der kommunalen Pflichtaufgabe verband Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt mit der Ernennung des ausscheidenden Landrats zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes.

Die Versammlung im Saal des Roggenburger Klostergasthofs war mit Grußworten des Landrates sowie der Bundestagsabgeordneten Katrin Albsteiger und Dr. Karl-Heinz Brunner, des Roggenburger Bürgermeisters Franz-Clemens Brechtel und von Gerhard Klingler, Leiter der Polizeiinspektion Weißenhorn als Vertreter aller Blaulichtorganisationen eröffnet worden. Im Mittelpunkt der Versammlung stand neben einer Reihe weiterer Ehrungen (siehe Info) der Bericht von Kreisbrandrat Dr. Schmidt, aus dem vor allem hervorging, dass die Feuerwehren des Landkreises auch im Jahre 2013 bei etwa gleichbleibendem Personalstand ständig wachsende Aufgaben zu bewältigen haben, wobei sowohl die Einsätze als auch die dafür erforderliche Ausbildung fast ausschließlich ehrenamtlich geleistet werden. Mit Ausnahme der mit 34 Feuerwehrbeamten hauptamtlich besetzten Wache in Neu-Ulm garantieren fast dreitausend ehrenamtliche Kräfte rund um die Uhr für die Sicherheit im Landkreis. Dabei werden nicht nur die Anforderungen durch die unübersehbaren klimatischen Veränderungen in Form von Unwettern, Stürmen und Hochwasser ständig mehr; auch die „üblichen“ Brandeinsätze, Technischen Hilfeleistungen bei Unfällen und alle übrigen Einsätze bewegen sich mit knapp dreitausend pro Jahr auf durchwegs hohem Niveau. Herausragend waren dabei im Vorjahr mehrere Hochwasserlagen, der Großbrand eines Bauernhofes in Christertshofen und vor allem das Zugunglück in Kellmünz. Dass alles routiniert abgearbeitet werden konnte, wurde sowohl vom Kreisbrandrat als auch von sämtlichen erwähnten Grußrednern mit hoher Anerkennung bedacht. Der Vorstellung einer Reihe neu gewählter oder im Amt bestätigter Kommandanten folgten eine Reihe von Ehrungen für langjährig gediente Führungskräfte und schließlich die Regularien der Kreisfeuerwehr-Verbandsversammlung. So konnten die Führungskräfte der Feuerwehren des Landkreises aus der Versammlung die Zusicherung des scheidenden Landrats mitnehmen, der den Wahlspruch der Feuerwehren – „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ – als „ehrliches Bekenntnis zu helfender Mitmenschlichkeit auf christlicher Grundlage“ bezeichnet hatte.

Eine Reihe von Ehrungen wurde bei der Kommandanten-Dienstversammlung des Landkreises Neu-Ulm von Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt und seinen Amtsvorgängern vergeben. Unser Bild zeigt von links: Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt, Ehren-KBR Alfred Raible, Bürgermeister Franz-Clemens Brechtel, Landrat Erich Josef Geßner, Löschzugführer Lorenz Durst, Ehren-KBR Walter Bestle, Bürgermeister Wolfgang Huber sowie die Kommandanten Karl Span, Mathias Stölzle, Dietmar Birk, Gerhard Bühler und Albert Harder.

Foto: wis


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