Rheinisches Revier und Lausitz sollen Testregion für 5G werden

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Pläne für den Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen nehmen konkrete Formen an. Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, die im Auftrag der Bundesregierung das Ende der Kohleverstromung vorbereiten soll, will sowohl im Rheinischen Revier als auch in der ostdeutschen Lausitz eine Testregion für den zukünftigen Mobilfunkstandard 5G etablieren, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Einigkeit besteht auch darin, gleich eine ganze Reihe von Schienenbauprojekten in einem Strukturwandelgesetz festzuschreiben.

Kernstück ist dabei eine ICE-Trasse zwischen Berlin und Görlitz, die durchgängig zweigleisig für mindestens 200 Stundenkilometer schnelle Züge ausgelegt werden soll. Zusätzlich soll auch die Strecke von Görlitz bis Polen elektrifiziert und ausgebaut werden. Auf Nebenstrecken wie jenen zwischen Leipzig und Döbeln oder Leipzig und Zeitz sollen modernste Wasserstoffzüge verkehren. Die Vorhaben sollen im Bundesverkehrswegeplan als „vordringliche“ Projekte geführt werden, wofür es auch bei der Deutschen Bahn Unterstützung gibt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte dem Gremium eine Art Wunschliste vorgelegt. Zusätzlich zu Bahnstrecken und Mobilfunk fordert er ein 100 Millionen Euro schweres Forschungsförderungsprogramm für bestehende Firmen in der Lausitz.

Frau mit Telefon, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Telefon, über dts Nachrichtenagentur