Einsatz von Rettungshunden bei Vermisstensuchen

Schwaben + 13.09.2012 + 12-2182

IMG 0944Die Suche in unübersichtlichen Waldgebieten nach hilfsbedürftigen, verirrten, verunglückten oder suizidgefährdeten Personen gehört zu den regelmäßigen Aufgaben der Rettungshundestaffeln. Die Rettungshundestaffeln werden überwiegend vom Roten Kreuz, den Johannitern, des ASB und vom THW betrieben. Alarmiert werden Sie durch die Integrierte Leitstelle und können auch leitstellenübergreifend disponiert werden.

Im Bereich der Integrierten Leitstelle Donau-Iller gibt es einen Fachberater „Rettungshunde“ – dieser kann schon frühzeitig bei Vermisstensuchen involviert werden, um eine gezielte und optimale Rettungsaktion vorzubereiten.

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert 2 – 3 Jahre. Die Einsatzkräfte der Rettungshundestaffeln sind Ehrenamtliche. Auch der Hund ist Eigentum des Hundeführers.

Im Gegensatz zu Hunden der Polizei, die bei Suchaktionen nur an der Leine geführt werden können, kann ein Hund der Rettungshundestaffel frei und ohne Leine arbeiten. Der Grund hierfür ist, dass die Hunde der Polizei eben auch Schutzhunde sind, und nicht zwischen gut und böse unterscheiden können.

Auch bei der Vermisstensuche am 04. und 05.09.2012 in Tannheim am Illerkanal waren Rettungshunde des ASB Orsenhausen, Lkrs. Biberach, im Einsatz. Die Hunde führten die Einsatzkräfte an einen Platz am Illerkanal, wo ein Kissen und eine Wasserflasche u.a. des Vermissten gelegen haben. Dies war dann auch der ausschlaggebende Grund für den Einsatz der Polizeitaucher im Illerkanal.

Natürlich sind die Rettungshunde leider nicht immer erfolgreich, aber ein frühzeitiger Einsatz der Rettungshunderettungsstaffeln erhöht die Chancen für den oder die Vermisste ganz erheblich. Aus diesem Grund ist wichtig, dass die Einsatzkräfte vor Ort und die zuständigen Einsatzleiter schon frühzeitig die Hinzuziehung der Rettungshundestaffeln in Betracht ziehen.


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