Regglisweiler – Qualmender Kühlschrank im Seniorenheim „St. Maria“

Lkrs. Alb-Donau/Regglisweiler | 22.08.2011 | 11-819

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(wis) Ein qualmender Kühlschrank im Seniorenheim „St. Maria“ in Regglisweiler löste am Montagvormittag, 22.08.2011, gegen 9.45 Uhr, einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Wie sich heraus stellte, war das Gerät laut Polizei aufgrund eines technischen Defekts in einem Speisesaal im Zweiten Obergeschoß des Altenheims in Brand geraten. Erste Löschversuche des Heimpersonals mit einem Pulverlöscher blieben erfolglos; bereits zuvor war Alarm für die Feuerwehren Regglisweiler und Dietenheim ausgelöst worden. Mit im Alarmplan ist dort auch die Freiwillige Feuerwehr Illertissen enthalten, da diese über die nächstgelegene Drehleiter verfügt. Als der Dietenheimer Stadtbrandmeister Stefan Pistel mit seiner Feuerwehr an der Einsatzstelle ankam, drangen dichte Qualmwolken aus mehreren Fenstern im zweiten Stock des Heimes, das von etwa sechzig alten und pflegebedürftigen Menschen bewohnt wird. Deshalb ließ Pistel sofort die Alarmstufe erhöhen und forderte von Illertissen nicht nur die Drehleiter, sondern „alle verfügbaren Kräfte“ an.

 

So rückte ein kompletter Löschzug über die Iller aus, und in Kürze standen zwanzig bayerische Feuerwehrleute beim Heim in der Zollbergstraße bereit, um gegebenenfalls unterstützend eingreifen zu können. Zwei Trupps der Feuerwehr Regglisweiler waren zu diesem Zeitpunkt bereits unter schwerem Atemschutz im Einsatz, und diesen gelang es, die Quelle der Rauchwolken schnell zu lokalisieren und das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Gleichzeitig hatte das Heimpersonal die Bewohner des vom Rauch betroffenen Bereiches schon in andere Gebäudeteile in Sicherheit gebracht, die mit Brandschutztüren vom eigentlichen Ort des Geschehens abgetrennt waren. So konnte auch der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, der ebenfalls ein Großaufgebot an Rettungswagen und Notärzten an die Einsatzstelle beordert hatte, bald Entwarnung geben, denn es stellte sich schnell heraus, dass erfreulicherweise niemand verletzt worden war. Mithilfe zweier Hochdrucklüfter wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen, und die Illertisser Wehr konnte bald wieder auf der bayerische Seite der Iller zurückkehren. Nach einer guten Stunde begannen auch die einheimischen Wehren mit dem Abbau des bereit gestellten Löschmaterials, sodass der Einsatz dann bald beendet werden konnte. Nach Schätzung der Polizei konnte dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren und des umsichtigen Vorgehens des Heimpersonals der Schaden in relativ engen Grenzen gehalten werden.

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