Referendum in Katalonien: Polizei setzt Gummigeschosse ein

Barcelona (dts Nachrichtenagentur) – Beim von der spanischen Zentralregierung verbotenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien ist es am Sonntag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und potentiellen Wählern gekommen. In Barcelona schoss die Polizei mit Gummigeschossen auf Befürworter der Volksbefragung. Bereits zuvor hatten Sicherheitskräfte vielerorts Wähler nur mit Gewalt vom Besuch der Wahllokale abhalten können.

Auf Bildern war zu sehen, wie an einem Wahllokal hunderte Menschen in ein Wahllokal drängten und von einer Polizeikette davon abgehalten wurden. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein. Auch zahlreiche Wahlurnen wurden von der Polizei beschlagnahmt. In vielen Wahllokalen war eine Stimmabgabe aber trotzdem möglich. Die Katalonische Regonalregierung und hunderte Bürgermeister unterstützen das Referendum über die Unabhängigkeit der Region, Madrid ist dagegen. Die spanische Verfassung sieht keine Abstimmungen über die Unabhängigkeit einer Autonomen Gemeinschaft vor, hieß es.

Spanische Polizei, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Spanische Polizei, über dts Nachrichtenagentur