Ravensburg – Tragisch – eine Tote nach Gebäudebrand

Lkrs. Ravensburg/Ravensburg | 04.02.2012 | 12-0307

(go) Samstagnachmittag Gebäudebrand im Ortsteil Albertshofen. Für eine 73-jährige Hausbewohnerin kam jede Hilfe zu spät. Ein Hausbewohner wurde außerhalb des Gebäudes angetroffen. Er wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus St. Elisabethen Ravensburg eingeliefert.

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14.24 Uhr erfolgte durch die Leitstelle Oberschwaben die Alarmierung der Abteilung Stadt der Feuerwehr Ravensburg. Anrufer hatten eine unklare Rauchentwicklung aus dem 2 ½-geschossigen, freistehenden Gebäude gemeldet und zugleich mitgeteilt, dass sich noch eine Person im Objekt befindet.

Weithin sichtbar aufsteigender Rauch wies den anrückenden Einsatzkräften den Weg. Einsatzleiter Harald Munz: „Trupps im Innenangriff unter Atemschutz führten zeitgleich eine Brandbekämpfung und ein Absuchen des brennenden, stark verrauchten Innenbereichs nach Personen durch. Teile der Zimmerdecke waren bereits durchgebrannt und herabgestürzt“. Für die Hausbewohnerin kam jede Hilfe zu spät. Sie konnte nur noch tot geborgen werden. Durch gezielte Löschmaßnahmen wurde eine weitere Brandausbreitung verhindert. Drucklüfter sorgten für eine Entrauchung des Schadensobjekts. Decken und Wände wurden mit der Wärmebildkamera nach versteckten Brandnestern abgesucht, geöffnet sowie gegen Einsturzgefahr abgestützt. Die Wasserversorgung erfolgte aus dem öffentlichen Hydrantennetz. Nach Abschluss der Maßnahmen blieb eine Brandwache bis gegen 21.00 Uhr vor Ort. Brandursache und Schadenshöhe müssen die eingeleiteten Ermittlungen ergeben.

Neben Feuerwehr und Polizei  ebenfalls am Einsatz beteiligt Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Fahrzeuge der DRK-Rettungswache Ravensburg einschließlich Notarzt sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Ravensburg. Die Führungsgruppe der Feuerwehr Ravensburg zeichnete verantwortlich für die Sicherstellung von Koordination, Kommunikation und Dokumentation des Einsatzverlaufs. Zur psychologischen Aufarbeitung des Einsatzgeschehens wurden Notfallseelsorger der Feuerwehr hinzugezogen. Mitarbeiter der Technischen Werke Schussental (TWS) schalteten das Gebäude spannungsfrei. Der Betriebshof der Stadt Ravensburg sorgte für eine sichere Straßenoberfläche. Abfließendes Löschwasser hatte die Fahrbahn bei Minustemperaturen im zweistelligen Bereich in eine spiegelglatte Eisfläche verwandelt.

Text & Bild: Wolfgang Gold

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