Ravensburg – Kind (9) bei Verkehrsunfall getötet

Lkrs. Ravensburg/Fronreute | 20.07.2011 | 11-603

notarzt-ture2Lebensgefährliche Verletzungen hat sich am Mittwochnachmittag ein Kind bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 32 zwischen Weingarten und Altshausen zugezogen. Der 9-jährige Junge verstarb wenig später im Krankenhaus.

Eine 57-jährige VW-Lenkerin befuhr kurz vor 16 Uhr mit ihrem VW-Polo die B 32 in Richtung Altshausen. An der Blitzenreuter Steige kam sie in einer scharfen Rechtskurve bei regennasser Straße ins Schleudern. Ihr Fahrzeug drehte sich um die eigene Achse und geriet auf die die Gegenfahrbahn. Hier prallte sie mit dem Fahrzeugheck gegen einen in Richtung Weingarten fahrenden Lastzug. Bei dem heftigen Zusammenprall wurde ein im Kindersitz angeschnallter 9-jähriger Junge auf dem Rücksitz schwerst verletzt. Eine zufällig am Unfallort anwesende Ersthelferin kümmerte sich um den leblosen Jungen und reanimierte ihn.

Das Kind und die leicht verletzte VW-Fahrerin wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein angeforderter Rettungshubschrauber kam nicht zum Einsatz. Kurz nach der Einlieferung des Jungen verstarb dieser in der Klinik an den Folgen seiner schweren Unfallverletzungen. Der 37 Jahre alte Lastzug-Fahrer blieb unverletzt.

Durch den Aufprall wurde der Kleinwagen nach rechts von der Straße geschleudert. Der Lastzug kollidierte mit der Leitplanke und verkeilte sich dort.

An den Unfallfahrzeugen entstand Sachschaden von rund 55.000 Euro. Der total beschädigte VW-Polo wurde von einem Pannendienst abgeschleppt. Das Fahrzeug wurde von der Polizei vorläufig sichergestellt. Zur Bergung des Lastzuges wurde ein Spezialfahrzeug angefordert. Dieses schleppte das festgefahrene Gespann wieder frei.

Durch die Unfallaufnahme und die Bergungsmaßnahmen war die B 32 für mehrere Stunden gesperrt. Es bildete sich in beide Fahrtrichtungen ein Rückstau. Durch die Polizei wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet und der Verkehr abgeleitet. Die Straßensperrung dauert zur Stunde noch an. Mit einer Aufhebung ist in absehbarer Zeit zu rechnen.

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