„Rauchmelder können Leben retten“ – Geräte sind ab 2018 in allen Wohnungen Pflicht

RauchmelderAb Januar 2018 müssen alle Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Darauf weist der Unterallgäuer Kreisbrandrat Alexander Möbus hin. Bislang galt die Rauchmelderpflicht nur für Neubauten. „Rauchwarnmelder können Leben retten“, betont Möbus. „Wenn dieser Alarm schlägt, bleibt in der Regel noch genügend Zeit, um den Brand selbst zu löschen oder sich und seine Familie zu retten.“

Die Geräte sind künftig in allen Schlafräumen und Kinderzimmern Pflicht. Außerdem müssen sie in Fluren angebracht werden, die zu Aufenthaltsräumen führen. Zugelassen sind nur Rauchmelder, die der Produktnorm DIN EN 14604 entsprechen und eine sogenannte CE-Kennzeichnung besitzen. Menschen, die gar nicht oder nur schlecht hören, können die Geräte laut Möbus mit Lichtsignalanlagen und sogenannten Rüttelkissen verbinden. Auch eine Vernetzung der Geräte könne in manchen Fällen sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn bei Rauch im Kinderzimmer auch der Rauchmelder im Schlafzimmer der Eltern Alarm auslösen soll.

RauchmelderFür den Einbau von Rauchmeldern ist der Eigentümer der Wohnung verantwortlich. Dass das Gerät betriebsbereit ist, muss der Bewohner sicherstellen. Es sei denn, der Eigentürmer übernimmt diese Verpflichtung selbst. Möbus empfiehlt Mietern und Vermietern eine schriftliche Vereinbarung, wer für die Betriebsbereitschaft von Rauchmeldern verantwortlich ist.

Info: Viele weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.rauchmelder-lebensretter.de

So funktioniert ein Rauchmelder

  • Ein Rauchmelder schlägt bei einem Brand schnell Alarm. Er erkennt die feinen Rauchpartikel, die dabei entstehen, schon nach ein bis drei Minuten. Damit können sich die Bewohner in Sicherheit bringen, bevor die Rauchkonzentration gefährlich wird.

  • Betrieben werden die Geräte in der Regel mit handelsüblichen Batterien. Diese halten zwei bis drei Jahre. Damit man weiß, wann man neue Batterien braucht, sollte man einen Brandmelder kaufen, der auf eine nachlassende Batterieleistung aufmerksam macht. Es gibt auch Rauchmelder mit Langzeitbatterien, die bis zu zehn Jahren den Betrieb aufrechterhalten.

  • Rauchmelder sollten an der Zimmerdecke befestigt werden, da sich Rauch zuerst unter der Deck sammelt. Am besten bringt man sie in der Mitte des Raums an, mindestens aber in einem Abstand von 50 Zentimetern von der Wand.

  • Zu Fehlalarmen durch Zigarettenrauch oder Kerzen kommt es bei guten Rauchmeldern nur selten.

  • Grundsätzlich gilt, – einen VdS geprüften und zugelassenen Rauchmelder einzusetzen.