Rammingen – Gefährlicher Freinachtsscherz – Warnhinweis

Lkrs. Unterallgäu/Rammingen + 01.05.2013 + 13-0805

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Einen Freinachtsscherz mit Folgen erlaubten sich bislang Unbekannte in der Freinacht zum 01.05.2013 – Sie verstreuten gebeizten Mais im Ortsbereich von Rammingen, Lkrs. Unterallgäu. Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz.

Vermutlich wussten die bislang Unbekannten gar nichts von der Gefährlichkeit ihres misslungenen Freinachtsscherzes, als sie in der Mittwochnacht, 01.05.2013, gegen 2.30 Uhr, vom Hof eines Ramminger Landwirts etwa zweieinhalb Säcke (á 15 Kilo) Maissaat aus einem Saatgerät stahlen, und diese im Ortsbereich verteilten.

Am Mittwochvormittag fiel auf der Hauptstraße die verstreute Saat auf. Die Wörishofer Polizei und die anfangs zur Fahrbahnreinigung alarmierte Ramminger Feuerwehr stellten fest, dass es sich dabei um chemisch behandeltes, sogenanntes gebeiztes Saatgut, handelte. Das dafür benutze chemische Mittel kann beim Menschen eine Gesundheitsbeeinträchtigung hervorrufen.
Aus diesem Grund sind derzeit die Feuerwehr und Polizei damit beschäftigt, weitere Orte zu lokalisieren, an denen diese Maissaat in der vergangenen Freinacht verstreut wurden. Die Feuerwehr beseitigt dann die aufgefundene Saat.
Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass alle Orte in Rammingen gefunden werden, an denen der Inhalt der Säcke verstreut wurde. Vor allem auf privaten Grundstücken kann dies nur begrenzt nachvollzogen werden.
Aus diesem Grund bittet die Polizei die Bewohner in Rammingen um Nachschau auf ihren Grundstücken und Vorgärten, ob darauf Maissaat ausgeschüttet wurde. In diesem Fall sollte das Saatgut mit Handschuhen entfernt und die Hände danach gründlich gewaschen werden; alternativ kann über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller unter Notruf 112 Kontakt mit der örtlichen Feuerwehr aufgenommen werden.
Gesundheitsbeeinträchtigend können die behandelten Maiskörner nur bei oraler Einnahme werden, weshalb Eltern gebeten werden angemessen auf ihre Kleinkinder aufzupassen und ihre größeren Kinder darüber zu informieren. Sofern sich diese Maissaat in der Nähe von angebautem Obst oder Gemüse befunden habe, wird angeraten dieses zu vernichten wenn sich zwischenzeitlich ein Regenschauer ereignete, da sich die chemische Substanz aus dem Saatgut auswaschen kann.
Sollte es dennoch zu spürbaren Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Blutdruckschwankungen kommen, wird unverzügliche Kontaktaufnahme mit der Integrierten Leitstelle Donau-Iller unter der Notrufnummer 112 angeraten.
Für Tiere besteht vermutlich keine Gefahr, da diese vom Geruch des chemischen Mittels abgeschreckt werden.
Nach derzeitigem Stand kam es zu keinen verletzten Personen. Dennoch ermittelt die Bad Wörishofer Polizei wegen dem misslungenen Freinachtscherz. Die Folgen waren den Tätern vermutlich nicht bewusst. Sie sollten sich bei der Polizei Bad Wörishofen melden. Daneben bittet die Polizei um entsprechende Hinweise unter der Telefon 08241/9680-0.

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