Politiker warnen vor Kosten durch Personal-Karussell in EU-Kommission

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Brüssel – EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) und die Grünen-Fraktionsvorsitzende im EU-Parlament, Rebecca Harms, haben vor einem teuren Personal-Karussell in der EU-Kommission gewarnt. Die Berufung von Übergangs-Kommissaren sei nur dann „zweckmäßig, wenn Kommissare benannt werden, die auch in der nächsten Kommission weiterarbeiten sollen“, sagte Oettinger der „Bild“-Zeitung. „Kommissare nur für sechs Monate nach Brüssel zu schicken und sie dann abzuziehen, wäre unsinnig. Das wäre nur ein gefundenes Fressen für Europa-Kritiker.“

Die Grünen-Fraktionschefin im EU-Parlament, Rebecca Harms sagte der Zeitung: „Ich halte diese Kommissare auf Zeit für völlig überflüssig. Das ist nicht nur teuer, sondern die Regierungen versuchen so, sich schon jetzt bestimmte Jobs in der EU-Kommission zu sichern. Wir wollen offene Verhandlungen für die Vergabe der Posten in der nächsten EU-Kommission.“ Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung könnten sechs Kommissare, die ins EU-Parlament gewählt worden sind, durch Kurzfrist-Nachfolger ersetzt werden. Obwohl deren Amtszeit nur wenige Monate dauern könnte, hätten sie Anspruch auf über 40.000 Euro Einrichtungsgeld, volle Gehälter und bis zu drei Jahre Übergangsgeld.

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