Pfronten – Opfer gefesselt und geknebelt – Täter gefasst

kriminalpolizei-rücken_poeppel_new-facts-euDer Kripo Kempten gelang es zwei Räuber zu überführen, die bei ihren Taten in Pfronten und Kempten rücksichtslos und geplant vorgegangen sind.
Gestern Früh durchsuchten die Ermittler die Wohnungen der beiden Kemptener und konnten dadurch Beweismaterial und die teils geraubten Gegenstände sicherstellen. Außerdem legten beide ein Geständnis ab. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten wurden sie zwischenzeitlich dem Haftrichter beim Amtsgericht Kempten vorgeführt. Er erließ einen Untersuchungshaftbefehl, weshalb die Männer im Alter von 22 und 23 Jahren nun in einer Justizvollzugsanstalt einsitzen.

Täter überraschten an der Wohnungstüre
Am Abend des 15. März 2014 läuteten die Täter an der Wohnungstüre ihres 49-jährigen Opfers in einem Mehrfamilienhaus und überraschten ihn nachdem er die Türe geöffnet hatte. Die maskierten Männer fesselten und knebelten den Bewohner. In der Wohnung suchten sie nach Bargeld und nahmen es, sowie die Bankkarte des Mannes, an sich. Zum Zwecke einer später folgenden Bankabhebung nötigten sie ihr Opfer zur Nennung der zugehörigen Persönlichen Identifikationsnummer (PIN). Dann trennten sich die Wege der Männer: Während einer ihr Opfer weiterhin einschüchterte, begab sich der andere zu einem Bankautomaten. Erst nach etwa einer halben Stunde und erfolgter Abhebung verließen die Täter die Wohnung und ließen den 49-Jährigen leicht verletzt zurück.

Auch in Pfronten lauerten die Beiden auf
Einen guten Monat später, am 23. April 2014, schlugen die Männer erneut zu. Diesmal lauerten sie in Pfronten-Kreuzegg ihrem damals 52-jährigen Opfer im Schießstandweg auf. Als sich der Fahrradfahrer auf dem Heimweg befand zogen sie den Mann unerwartet vom Fahrrad, fesselten und knebelten auch dieses Opfer und zogen es in ein nahegelegenes Gebüsch. Während einer der Täter das Opfer im Gebüsch liegend über eine Stunde in Schach hielt, verschwand der andere mit dem Hausschlüssel und Geldbeutel des Pfronteners. In dessen Wohnung nahm er aufgefundenes Bargeld und auch die Bankkarte an sich. Und auch in diesem Fall hob der Täter Geld von einem Bankautomaten ab, nachdem die PIN erzwungen wurde. Erst dann ließen sie den leicht verletzten Mann wieder gehen, der sich zu einem Anwohner flüchtete, woraufhin die Polizei verständigt wurde.

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