Petry spekuliert über Parteiaustritt von Lucke

Frauke Petry, Konrad Adam und Bernd Lucke, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frauke Petry, Konrad Adam und Bernd Lucke, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Eine der Parteivorsitzenden der AfD, Frauke Petry, spekuliert öffentlich über einen Parteiaustritt ihres Konkurrenten und Mitvorsitzenden Bernd Lucke. Sie wünsche sich, dass Lucke in der Partei bleibe, sagte Petry der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Zugleich stellte sie fest: „Er hat sich politisch in eine Sackgasse manövriert.“ „Sollte Lucke ausscheiden, werde ich weiter für das Projekt AfD kämpfen. Wir haben keinen Grund, von unserem programmatischen Fundament abzuweichen“, sagte Petry weiter.

Lucke hat für Dienstag eine Erklärung in Straßburg angekündigt; in der AfD wird vermutet, dass er darin sein politisches Schicksal mit der Ausrichtung der Partei verbindet. Lucke wirke nicht integrativ, wenn er eine Pressekonferenz über die Partei ohne die Partei abhalte, monierte Petry gegenüber der F.A.S. Lucke hatte seinen Gegnern vorgehalten, sie wollten die Partei zu einem „radikalen, systemkritischen Ansatz“ verschieben. Petry warf ihm deshalb vor, „dass er eine Angstkulisse aufbaut, die den Mitgliedern sehr gegen den Strich geht“. Die AfD habe Unternehmer mit marktliberalen Ansichten, die aber gesellschaftspolitisch konservativ seien.

Über dts Nachrichtenagentur