Ottobeuren – 24h-Übung der Jugendfeuerwehr Ottobeuren

Lkrs. Unterallgäu/Ottobeuren + 28.09.2013 + 13-1736

27-09-2013 unterallgau jugendfeuerwehr-ottobeuren 24-h-ubung feuerwehr-ottobeuren new-facts-eu20130927 titel

Am Wochenende vom 27. – 28.09.2013 war es endlich wieder soweit. Es stand wie jedes Jahr für 22 Jugendliche die 24h-Übung der Jugendfeuerwehr Ottobeuren an. Um 18.00 Uhr ging es nach einer kurzen Einweisung durch die Jugendwartin mit dem Aufbau eines Matratzenlagers im Jugendraum des Feuerwehrhauses in Ottobeuren, Lkrs. Unterallgäu, los.

Um 18.55 Uhr alarmierte der Hausalarm zum ersten Einsatz. Gemeldet war ein Brand in einem Wohnhaus im 1. Obergeschoss. Drei Personen befanden sich noch im Gebäude. Auf der Anfahrt konnte man schon von weitem Rauchentwicklung und Flammen (imitiert durch Nebelmaschinen sowie Geräusch- und Lichteffekte) erkennen. Insgesamt drei Angriffstrupps begaben sich in das Gebäude zur Personenrettung. Eine Person wurde mittels Drehleiter aus dem 2. OG gerettet, da der Weg im Treppenhaus durch dichten Rauch versperrt war. Weitere Kräfte begannen außen mit dem Löschaufbau rund um das Gebäude. Nach ca. 45 Minuten waren alle vermissten Personen gerettet und der angenommene Brand gelöscht.

Zurück im Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge wieder aufgerüstet. Danach erwartete die Jugendlichen ihr wohlverdientes Abendessen.

Gegen 22.20 Uhr ertönte erneut der Hausalarm. Alarmstichwort dieses mal „B2-Brand Gartenhütte“. Auf der Anfahrt Richtung Schachenweiher, konnten die Jugendlichen ihren Augen kaum glauben. Ein heller Feuerschein und lodernde Flammen waren bereits von weitem gut erkennbar. Schnellstens wurde durch das Tanklöschfahrzeug mit dem Löschangriff begonnen. Das LF16 stellte die Wasserversorgung aus dem Schachen her.   Durch gezielte Brandbekämpfung konnte das Feuer schnell und effektiv gelöscht werden.

Gerade mit dem Abbau fertig, holte uns ein echter Alarm, welcher leider den ganzen Übungsplan durcheinander brachte, ein. Wir fuhren umgehend zum Feuerwehrhaus zurück, ließen die Jugendlichen aussteigen, welche sich in ihren Jugendraum begaben und rückten mit aktiven Feuerwehrkräften zum Einsatzort aus.

Samstag, 28.09.2013, gegen 00.45 Uhr, wurden die Jugendlichen erneut alarmierten. Gemeldet waren zwei vermisste Personen in einem abgelegenen Gebiet zwischen Ottobeuren und Geislins. Hier zeigte sich wieder der Vorteil unserer bewährten Wärmebildkamera. In Zweiertrupps über die ganze Wiese verteilt wurde der Bereich großräumig abgesucht und die zwei vermissten Personen am Waldrand an zwei verschiedenen Stellen aufgefunden. Nach diesem Einsatz wartete um ca. 01.30 Uhr das wohlverdiente Bett auf unsere 22 Jugendlichen.

Nach dem Frühstück wurde dann zu einer doppelten Personenrettung in die Luitpoldstraße alarmiert. Eine Person musste mit Hilfe der Drehleiter und dem Rollgliss aus einem tiefen Schacht, die andere unter einem auf dem  Dach liegenden, verunfallten Pkw herausgerettet werden. Durch den Einsatz von druckluftbetriebenen Hebekissen konnte das Auto mühelos angehoben und die eingeklemmte Person schonend gerettet werden.

Kurz vor dem Mittagessen wurden die Jugendlichen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (BMA) nach Klosterwald alarmiert, welche sich jedoch bald als Fehlalarm entpuppte.

Aufgrund des nächtlichen Einsatzes der aktiven Wehr, musste aus Zeitgründen leider auf zwei weitere geplante Einsätze für die Jugend verzichtet werden. Deshalb fand abschließend nach dem Essen noch die gemeinsame Haus- und Gerätereinigung statt.

Trotz des doppelten Übungsausfalls, fanden die Jugendliche die diesjährige 24h-Übung anspruchsvoll und spannend und würden sich am liebsten ein 48h-Übung wünschen.


 Foto: Feuerwehr Ottobeuren


Anzeige