Ostallgäu – Infoveranstaltungen zum erweiterten Führungszeugnis im Ehrenamt

Foto: hilfreich.de

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Die Themen Kinderschutz und erweiterte Führungszeugnisse für Ehrenamtliche haben bei den Vereinen viele Fragen aufgeworfen: Was verbirgt sich hinter einem erweiterten Führungszeugnis? Erhält man es kostenlos? Wie sieht ein sinnvoller Kinder- und Jugendschutz aus? Um den Informationsbedarf der Vereine und Ehrenamtsinitiativen zu decken, bietet das Landratsamt eine Reihe von Informationsveranstaltungen an.

Das Bundeskinderschutzgesetz erklärt den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zur obersten Priorität. Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, müssen jetzt ihrem Verein oder Träger ein sogenanntes erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Dieses kann zwar kostenlos bei den Gemeinden beantragt werden, ist aber bei vielen Vereinen umstritten. Diese befürchteten einen hohen bürokratischen Aufwand und sähen sich durch diese strittige Vorgabe erst einmal unter Generalverdacht, so Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Wir nehmen diese Bedenken ernst, sind aber zur Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgabe verpflichtet“, erklärt Zinnecker.

Der Landkreis möchte das Beste aus dieser Situation machen und sieht laut Brigitte Pal von der „Servicestelle EhrenAmt“ des Landkreises die jetzt eingetretene Verpflichtung auch als eine Chance, dass es zu einem neuen Verständnis von präventivem Kinder- und Jugendschutz kommt. Wichtiger als das Führungszeugnis ist Pal daher, dass die Mitarbeiter in den Vereinen für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden und dass sie sich Gedanken machen, wie man Kinder und Jugendliche am besten vor sexuellen Übergriffen schützen kann. Aktionismus sei aber fehl am Platz, so Pal. Eher sei Augenmaß gefragt und dieses könne man schulen. Für das Frühjahr 2015 sind von der „Servicestelle EhrenAmt“ bereits Workshops geplant, die die Kinder- und Jugendleiter der Vereine im Umgang mit dem Thema Prävention in ihrer praktischen Arbeit mit den Heranwachsenden unterstützen sollen.

Die nun anstehenden Informationsveranstaltungen bieten einen Überblick über Erscheinungsformen sexueller Gewalt, Täterstrategien und Präventionsmaßnahmen. Vorgestellt werden auch Hilfemöglichkeiten im Ostallgäu. Hauptkommissarin Dagmar Bethke vom Polizeipräsidium Schwaben berichtet aus ihrer Berufserfahrung. Anschließend besteht Gelegenheit, Fragen der Praxis zu klären.

Die Informationsveranstaltung wendet sich gezielt an Vereine und Mitarbeiter, die in der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sind. Auch alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

 


 

Nähere Informationen können sich alle Interessierten bei den Informationsveranstaltungen holen, die in vier Regionen im Landkreis durchgeführt werden:

 

in Buchloe am 14.November im BRK-Haus, Rot-Kreuz-Str. 3, 19 bis 20.30 Uhr

 

in Marktoberdorf am 20. November im Foyer des MODEON, Schwabenstr. 58, 19 bis 20.30 Uhr

 

in Obergünzburg am 21. November im Gasthof Goldener Hirsch, Marktplatz 4, 19 bis 20.30 Uhr

 

in Roßhaupten am 28. November im Gemeindesaal des Mehrgenerationenhauses im Rathaus, Hauptstr. 10, 19 bis 20.30 Uhr.

 

Die Termine für die Workshops werden rechtzeitig bekanntgegeben.


 

 

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