Ostallgäu – Ideenwerkstatt für den Klimaschutz im Ostallgäu

Landratsamt Ostallgäu | 25.07.2011 |

Energiewerkstatt_ThementischMobilitat

Zum ersten Mal wurde im Ostallgäu eine Energiewerkstatt mit politischen Entscheidungsträgern, Vertretern verschiedener Gruppierungen und Fachleuten aus dem Landkreis veranstaltet. Hintergrund ist der Energiemasterplan des Landkreises, in den Akteure aus möglichst vielen verschiedenen Bereichen ihre Ideen einbringen können und sollen.

 

Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Vorschläge für den Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien zu entwickeln. Dafür wurden Akteure aus Kommunen, Unternehmen, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus  und Energieversorgung zusammengebracht und vernetzt. Unter der Moderation von eza!-Klimaschutzberatern diskutierten die Teilnehmer der Energiewerkstatt an Thementischen, entwickelten neue Ansätze und tauschten Projektideen in den Bereichen „Erneuerbare Energien“, „Energieeffizienz“ und „Nachhaltig Bauen und Sanieren“ aus. Die Ergebnisse fließen in den Energiemasterplan des Landkreises  Ostallgäu ein, der derzeit von eza!, dem Energie- & Umweltzentrum Allgäu, erarbeitet wird. „Die Energiewerkstatt ist die beste Gelegenheit, die wichtigsten Akteure im Ostallgäu aktiv in die Erstellung eines Energiemasterplans einzubinden“, freute sich eza!-Klimaschutzberater Dr. Thorsten Böhm. „Klimaschutzprojekte lassen sich vor allem dann effektiv umsetzen, wenn möglichst viele Akteure bereits im Vorfeld eingebunden werden.“ Auch Landrat Johann Fleschhut sah große Vorteile: „Die Sachkompetenz der Teilnehmer verleiht unserem Vorgehen, hohes Niveau und durch ihre Eigenschaft als Multiplikatoren verankert sich der Nachhaltigkeitsgedanke in Wirtschaft und Bevölkerung.“

Der Landkreis Ostallgäu verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2020 insgesamt 50 Prozent seiner benötigten Energie aus dem regenerativen Bereich zu beziehen. Gemeinsam mit eza! wurde eine energiepolitische Ist-Analyse durchgeführt  und eine Energie- und CO2-Bilanz für das Ostallgäu erstellt. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Schon 2007 stammten immerhin 23,4 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien. Im Juni dieses Jahres hatte sich das Energieteam des Landkreises zu einer ersten Sitzung getroffen, um weitere Schwerpunktthemen zu erarbeiten. Darauf und auf die Ergebnisse der Energiewerkstatt aufbauend wird der Landkreis unter der Moderation von eza! weitere Aktivitäten für den Energiemasterplan entwickeln.

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