Oettinger will Führungsrolle in neuer EU-Kommission

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Brüssel – Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger sieht sich in der nächsten EU-Kommission in einer Führungsrolle. „Es spricht vieles für eine Clusterbildung in der neuen EU-Kommission. Jemand, der schon mehr als vier Jahre Erfahrung mit der Arbeit der EU-Kommission einzubringen hat, wäre sicher für die Führung eines Clusters geeignet“, sagte Oettinger der „Welt am Sonntag“.

Er bewirbt sich damit um einen der Vizepräsidenten-Posten, die künftig und anders als heute je einen großen Themenbereich koordinieren und sich von anderen Kommissaren zuarbeiten lassen sollen. Der designierte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte angekündigt, den Zuschnitt seiner Kommission entlang solcher „Cluster“ zu gestalten. „Letztlich ist es der Präsident, der zu entscheiden hat, aber die Pläne liegen bereit“, sagte Oettinger, der in der dieser Woche vom heutigen Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso bereits zum Vizepräsidenten ernannt worden ist. Oettinger ist seit mehr als vier Jahren deutscher EU-Kommissar, zuständig für Energie. In der nächsten Kommission, die am 1. November die Arbeit aufnehmen soll, will er seinen Aufgabenbereich erweitern. „Ich sehe meine Aufgabe in der nächsten EU-Kommission im großen Feld der Wirtschaft. Das reicht von Binnenmarkt über Wirtschaft und Währung, über den Handel zu Industrie und eben Energie“, sagte Oettinger.

Über dts Nachrichtenagentur

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