Oettinger will Europäisierung der Energie-Fördersysteme bis 2020

Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel – EU-Kommissar Günther Oettinger will bis 2020 eine Europäisierung der Energie-Fördersysteme erreichen. „Wir müssen ein Fördersystem für Erneuerbare Energien schaffen, bei dem es keinen Unterschied macht, wo der Ökostrom produziert wird“, sagte er der „B.Z. am Sonntag“. Für die deutschen Steuerzahler könnte dies unterm Strich Kostenvorteile bringen, weil die Standorte im Süden billiger produzierten.

„Wir könnten mit dem gleichen Geld größere Strommengen fördern und die Quote der Erneuerbaren in unserem Strommix, die ja stetig ansteigt, mit weniger Fördergeld erreichen“, so Oettinger. Dazu sei freilich ein Ausbau der Infrastruktur erforderlich. Im Gas-Fracking sieht der EU-Kommissar einen wichtigen Beitrag zur Energie-Unabhängigkeit der EU: „Europäisch schätze ich das Potenzial so ein, dass wir langfristig etwa ein Zehntel unseres Bedarfs auf diesem Wege sichern können.“ Damit könnte erreicht werden, „dass bei sinkender Gasproduktion unserer herkömmlichen Quellen die Abhängigkeit von Importen zumindest nicht weiter steigt.“

Über dts Nachrichtenagentur

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