Oettinger schlägt Strukturreform der EU-Kommission vor

Günther Oettinger, Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde,  Text: über dts Nachrichtenagentur
Foto: Günther Oettinger, Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde, Text: über dts Nachrichtenagentur

Brüssel – Energiekommissar Günther Oettinger hat eine neue Arbeitsstruktur für die Europäische Kommission vorgeschlagen. Es gebe Kritik an der Abstimmung der 28 Kommissare, sagte Oettinger im Interview mit „Cicero Online“. Die Arbeit könne durch die Bildung von Clustern optimiert werden.

„Jeweils ein Vizepräsident könnte so ein Cluster aus verwandten Arbeitsbereichen koordinieren und dann kohärente Vorschläge in die Kommission einbringen. Dann arbeiten nicht 28 Maschinen parallel.“ Auf die Frage, ob er selber Vizepräsident werden wolle, sagte der CDU-Politiker, diese Entscheidung treffe zuallererst der Präsident der Kommission. Für das Amt hatte der Europäische Rat am Freitag Jean-Claude Juncker nominiert. Oettinger kann sich auch vorstellen, weiter als Energiekommissar zu arbeiten. Bisher ist es in Brüssel üblich, dass ein Kommissar das Ressort nach einer Amtszeit wechselt. Dies stehe aber nicht im Vertrag von Lissabon, sagte Oettinger. „Ich bin bereit, im Energiebereich zu bleiben. Aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, in ein wirtschaftspolitisch geprägtes Ressort zu wechseln.“

Über dts Nachrichtenagentur

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