Ökonom hält Euro-Austritt Griechenlands für verkraftbar

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Berlin – Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands für verkraftbar. „Die Euro-Zone käme ohne Griechenland aus, umgekehrt wäre das weniger vorstellbar, da der Wohlstandsverlust eines Austritts für die Griechen dramatisch wäre“, sagte Hüther der „Welt“. „Ein Austritt aus der Euro-Zone ist zwar immer noch wenig wahrscheinlich, aber anders als vor zwei, drei Jahren nicht mehr undenkbar, da die Kollateralschäden angesichts der Stärke der anderen Krisenländer und der neuen europäischen Institutionen viel geringer sind“, sagte Hüther weiter.

Der Wirtschaftsflügel der Union erteilte Forderungen von Wahlsieger Alexis Tsipras nach einem Schuldenschnitt eine klare Absage: „Athen muss seine Verpflichtungen gegenüber den Partnern ohne jegliche Abstriche erfüllen. Ohne tiefgreifende Reformen wird das Land nicht aus der Krise herauskommen“, sagte Hans Michelbach, Chef der CSU-Mittelstandsunion. „Einen zweiten Schuldenschnitt wird es gewiss nicht geben.“

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