So oder so: Die Bayern kommen mit einer Millionentruppe

11-08-2012 fc-memmingen-07 fc-bayern-muenchen-ii new-facts-eu

Foto: Pöppel

„Jaa, Spanien ist draußen!“. Der Freudenschrei vom Chef des Bayern-Fan-Clubs „Red Baroons“ Georg „Kubo“ Mayr platzte völlig unvermittelt in eine der vielen Arbeitssitzungen zur Vorbereitung des „Traumspiels“ am 18. Juli 2014 in der Memminger Arena. Mayrs Ausruf hatte aber nichts mit einer Abneigung gegen Spanien zu tun – eigentlich sogar ganz im Gegenteil. Er freute sich aus reinem Eigennutz. Denn mit dem Vorrunden-Aus des Weltmeisters kam ein weiterer Name zum Starensemble dazu, mit dem der FC Bayern München im Allgäu gegen die Mannschaft der Red Baroons und des Regionalligisten FC Memmingen auflaufen könnte. „Jetzt kommt auch der Javi Martinez“, freut sich Mayr. Es wird schon fleißig spekuliert, wer beim Münchner Renommierclub tatsächlich alles spielen wird. Konkrete Aussagen kann es zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise noch nicht geben. Umso früher das WM-Aus einer Nationalmannschaft mit einer Beteiligung eines Bayern-Akteurs kommt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er beim „Traumspiel“ mit dabei ist. Kandidaten wären zum Beispiel noch Daniel van Buyten mit Belgien, Shaqiri mit der Schweiz, Dante mit Brasilien, Julian Green mit den USA oder Arjen Robben mit den Niederlanden. Alle Bayern-Dependancen können naturgemäß ja nicht das Finale erreichen. Wenn Deutschland in Brasilien im Endspiel steht, dann werden die hiesigen Nationalkicker Philipp Lahm & Co. in Memmingen fehlen, weil sie in diesem Fall noch ein paar Tage Urlaub erhalten. Im schlechtesten Fall hat der FC Bayern aber immer noch ein Aufgebot für Memmingen zur Verfügung, das vermutlich bei der Mehrzahl der Bundesligisten locker die Startelf bilden würde und einen immensen Marktwert hat. Von daher werden es wohl die teuersten Kicker sein, die jemals Memminger Rasen betreten haben. „Da wird die Millionentruppe des AS Monaco, die letzten Sommer mit Falcao gegen den FC Augsburg hier gespielt hat, noch um etliche Male getoppt“, unterstreicht der Vorsitzende des FC Memmingen Armin Buchmann. Die Wahrscheinlichkeit ist beispielsweise groß, dass Torschützenkönig Robert Lewandowski zum ersten Mal aktiv im Trikot des Rekordmeisters aufmarschieren wird. Ein Heimspiel kann es für Holger Badstuber geben. Der Defensivmann stammt aus Rot an der Rot. Dessen langersehntes Comeback nach seinem Verletzungsmartyrium dürfte auch viele Fans quasi vor seiner Haustüre anlocken. Auch Franck Ribery, der auf seine WM-Teilnahme mit Frankreich verzichten musste, soll bis Anfang Juli wieder fit sein. Weitere Namen sind der österreichische Nationalkicker David Alaba, Claudio Pizarro, Thiago, Ranfinha, Pierre-Emile Hojberg oder der Neuzugang aus Frankfurt Sebastian Rohde. Dazu die hochgehievten Talente Mitchell Weiser oder Patrick Weihrauch sowie Routinier Tom Starke im Tor. Beim Blick auf die vergangenen „Traumspiele“, die der FC Bayern einmal im Jahr an einen seiner Fan-Clubs vergibt, wird schon deutlich, dass diese Begegnungen einen großen Stellenwert im Club genießen und immer das bestmögliche Ensemble aufgeboten wird. Auch einige Leute aus der Führungsetage werden auf der Tribüne sitzen, um das zu unterstreichen. Für Präsident Karl Hopfner, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge oder auch Sport-Direktor Matthias Sammer sind die Plätze schon mal reserviert worden. Und dann gibt es freilich auch noch Startrainer Pep Guardiola. Dessen erster Auftritt auf der Trainerbank im vergangenen Sommer beim gleichen Event in Weiden hat dort allein schon das Stadion gefüllt. Der Spanier dürfte dafür sorgen, dass auch die Quote der weiblichen Fußballanhänger am 18. Juli in Memmingen hoch sein wird.

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